Due Dilligence

Due Diligence, bekannt als „Sorgfaltspflicht“,

bezeichnet die „gebotene Sorgfalt“, mit der beim Kauf bzw. Verkauf von Unternehmensbeteiligungen oder Betriebsimmobilien oder einem Börsengang das Unternehmen im Vorfeld der Akquisition oder des Börsengangs geprüft wird.

Due Diligence Prüfungen analysieren Stärken und Schwächen des Objekts sowie die Risiken des Kaufs oder Börsengangs und sie dienen als Grundlage für eine Unternehmensbewertung.

Gegenstand des Blickwinkels sind weiterhin Bilanzen, personelle und sachliche Ressourcen, strategische Positionierung, rechtliche und finanzielle Risiken sowie Umweltlasten.
 
Gezielt wird nach so genannten „Dealbreakern“ gesucht, d. h. nach Sachverhalten, die einem Kauf entgegenstehen könnten – z. B. Altlasten beim Betriebsimmobilienkauf oder ungeklärte Markenrechte beim Unternehmenskauf.
 
Wir unterscheiden drei Arten von Due Diligence Prüfungen:
 

►     Buy Side Due Diligence

Der Kaufinteressent eines Unternehmens veranlasst die Due Diligence. Er stellt die aus seiner Sicht notwendigen Fachleute (M+A Berater, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Sachverständige etc.), die für ihn die zu erwerbende Firma prüfen. Das Ergebnis der Due Diligence Prüfung wird in einem Bericht zusammengefasst und dient als Grundlage für die weiteren Kaufpreisverhandlungen und vertraglichen Regelungen im Kaufvertrag sowie für die Finanzierungsgespräche.
 

►     Vendors Due Diligence

Der Verkäufer eines Unternehmens veranlasst selbst eine Due Diligence Prüfung um sein Unternehmen auf einen möglichen Verkauf vorzubereiten. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Der Verkäufer ist noch vor Beginn der Vermarktung über die wertbildenden
    Faktoren informiert.
     
  • Das Unternehmen kann rechtzeitig auf eine transparente Vermarktung ausgerichtet werden.
     
  • Der Verkäufer behält die Kontrolle bei den Verhandlungen und wird nicht von Ergebnissen der Käufer Due Diligence überrascht.
     
  • Es werden sämtliche Kaufinteressenten auf den gleichen Informationsstand gebracht; dadurch werden
    ... die Transaktionskosten und die zeitliche Belastung des Verkäufers deutlich reduziert.  
    ... Es wird nicht mit unnötig vielen Kaufinteressenten verhandelt, weil diese von einer falschen Beurteilung des      
        Unternehmens ausgehen.
  • Die Vorlage des Ergebnisses der Vendor Due Diligence an alle potenziellen Kaufinteressenten vor Vergabe der Exklusivität führt zu einer höheren Wettbewerbsintensität.
     
  • Der zeitliche Aufwand wird verringert und die erzielten Kaufpreise liegen in der Regel deutlich höher.
     

►     Due Diligence vor einem Börsengang

Ein weiterer Anlass zu dem Due Diligence Prüfungen durchgeführt werden, ist der Börsengang eines Unternehmens. Hier ist eine Prüfung des Wertpapierangebotes nach § 3 WpPG (Wertpapierprospektgesetz) zur Information künftiger Anleger erforderlich. In der Due Diligence eines Börsenganges wird im Wesentlichen die Vollständigkeit und Richtigkeit des Prospektes geprüft.
 
Unsere Prüfungshandlungen im Rahmen einer Due Diligence unterteilen sich in folgende Bereiche:

  • Financial Due Diligence
  • Tax Due Diligence
  • Legal Due Diligence
  • Commercial Due Diligence
sowie einiger projektabhängiger Teilaspekte, die sich in den folgenden Bereichen wieder finden:
  • Outsourcing Due Diligence
  • Strategic Due Diligence
  • Market Due Diligence
  • Human Resources Due Diligence
  • Technical Due Diligence
  • Environmental Due Diligence
     
Der überwiegende Teil unserer Due Diligence Prüfung wird für die Erstellung eines Unternehmenswertgutachtens verwendet. Hier wird zum einen das Unternehmen transparent dargestellt und gleichzeitig die Bewertungssystematik für eine nachvollziehbare Kaufpreisermittlung vorgestellt.
 

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